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Die Reste retten

Untragbare Landwirtschaft in Brasilien (Satellitenbild von DigitalEarth) VERTRETBARE ENTWICKLUNG Auf der Suche nach einer "Lösung" zur Abholzung von tropischen Regenwäldern—ob durch Tauschgeschäfte von Schulden gegen Natur, Rohstoffreserven, gezielte Abholzung, Ökotourismus oder einer anderen Strategie—das endgültige Schicksal von Waldresten liegt in der Hand von der örtlichen Bevölkerung. Während einige argumentieren, dass Regenwälder durch Einschränkung von Wirtschaftswachstum “gerettet” werden können, ist es notwendig, sich darüber bewusst zu werden, dass Parks und Reserven nicht fortbestehen, es sei denn, dass die örtlichen Gemeinschaften überzeugt werden, dass es in ihrem materiellen Interesse ist, diese zu konservieren. 

LANDWIRTSCHAFT

Seit Tausenden von Jahren wurden tropische Regenwälder zur Erzeugung von produktiver Landwirtschaft bewirtschaftet und manchmal dichte Bevölkerung zu versorgen. Es wird geschätzt, dass mehr Land im Amazonas unmittelbar vor Columbus´Ankunft kultiviert wurde, als heute. Untersuchungen weisen darauf hin, dass etwa 12 Prozent von Amazonien terra firme (Hochland) Wäldern von "anthropogenischer Natur sind, infolge von andauernden Bewirtschaftung durch vorgeschichtliche Bevölkerung." Die Tatsache, dass bestimmte Formen von Landwirtschaft möglich sind, ist ein bedeutender Hinweis für eine vertretbare wirtschaftliche Entwicklung von tropischen Regenwäldern.

Regenwälder haben eine lange Geschichte durch die Menschheit erfahren, welcheGebiete von konzentrierter nützlicher Artenvielfalt innerhalb verschiedenartiger Landschaft fördert. Ohne die ökologische Basis von Produktion zu untergraben, förderten die Eingeborenenvölker die Reichhaltigkeit von bestimmten wertvollen Arten durch Erschaffen von Konditionen zu Gunsten ihres Wachstums und ihrer Entwicklung. Sie zogen Palmwälder heran, Haine von Paranüssen und Obstbäumen, und Weinstockwälder in der Nähe der historischen Amazoniensiedlungen (vergangene Siedlungen sind gekennzeichnet durch die Gegenwart von Töpferei und anthropogenischen "schwarzen Erdboden"). Diese Vegetationstypen besitzen Arten, die für das tägliche Leben nützlich sind.

TATEN


Reis-Terrassen, Bali (Indonesien)
Weitere Bilder von tropischen Reisfeldern

Heutzutage können wir die Techniken der Eingeborenenvölker in Landwirtschaftsprojekten im Regenwald mit einbeziehen, um die Produktivität von gerodetem Waldland zu steigern und geeigneten Nutzen von Waldressourcen zu fördern. Durch Waldfeldbau und Auengärten kann völlige Zerstörung von Regenwäldern vermieden werden, indem sich die wirtschaftliche Effizienz verbessert und eine Einkommensquelle für ländliche Arme bietet.

Etwa 60 Prozent der Regenwaldabholzung ist durch den versetzten Landwirt verursacht, welcher normalerweise auf Grenzländereien vertrieben wurde, da es an anderem geeigneten Land mangelte. In einigen Gebieten wurden die Landwirte in die Wälder aufgrund von Bevölkerungswachstum, oder durch Landbesitzer, welche viel Landbesitz hatten, hinein gezwungen. In vielen Ländern kontrollierten wohlhabende Landbesitzer – welche höchst politischen Einfluss hatten- die äußerst Ertragsbringenden Ländereien, und ließen den Kleinbauern kaum eine Wahl, einen Bauernhof im Wald zu räumen. Zum Beispiel in Brasilien, 10 Prozent der Bevölkerung besitzen nahezu 90 Prozent des fruchtbaren Landes. In vielen Ländern hat die politisch passende Methode der Handlungsweise mit dieser verzerrten Landverteilung für arme Landwirte “ungenutzter” Wildnis eher erschlossen, als große Landbesitzer zu konfrontieren.

Einige würden argumentieren, dass so eine Form von Agrarlandreform der beste Weg ist, Waldverlust, verursacht durch „Brandrodungsackerbau“, anzugreifen. Landreform kann ein Ertragsbringendes Land an Kleinbauern übergeben und kultiviert werden durch Verringerung von angenommenen Hilfsgeldern für das Verlassen von Gebieten von ihrem unkultivierten Land an große Landbesitzer.

Allerdings ist ein besserer Ansatz, die Bedürfnisse der versetzten Landwirte und ebenso Bauern ansprechend, gegenwärtig bestehende Landwirtschaftsprojekte zu verbessern und zu verstärken und alternative Kultivierungsmethoden zu fördern – besonders Waldfeldbau – basierend auf jene von den Eingeborenen Waldbewohnern benutzten Methoden. Viele gerodete Waldgebiete, die für Landwirtschaft verwendet wurden und sich jetzt verschlechtern, können durch Kultivierungsmethoden gerettet werden, die lose die Vielfalt des umliegenden Regenwaldes nachahmen. Mit anderen Worten, polykulturelle Felder – Stückwerk von mehrjährigen Ernten, jährlichen Ernten, Weideland, Nachwuchs und Wald – kann der Schlüssel zu steigender Landwirtschaftsproduktivität und Verringerung von Zerstörung in vielen Regenwäldern sein.


Slash-and-burn agriculture in the rainforest of Borneo

Historisch hatte Landwirtschaft im Amazonas Regenwald eine höchst dynamische Natur, ob es im großen Stil oder auf Lebensunterhaltsniveau war. Heutzutage besteht ein großer Anteil von Regenwald Landwirtschaft aus Monokulturen (einzelnes Erntefeld) mit jährlichen Ernten, welche regelmäßig neu bepflanzt werden müssen, um Gewinne zu erhalten. Schlechte tropische Böden nutzen unter der Herrschaft von Jahren schnell aus un

Brasilien bewegt sich, um die Amazonas-Ansiedlung zu verlangsamen
Rettung des Amazonas Regenwaldes durch Landwirtschaftszertifizierung

Viele Waldbewohner richten sich stattdessen auf mehrjährige Pflanzen – über eine Anzahl von Jahren erwirtschaftete Ernten, wie Zitrusgewächs, Maniok, Vanille, Bananen, Mango, Pfeffer, Kakao, Kaffee und Kautschuk—als die Basis ihrer Landwirtschaftsmethoden. Statt fortwährende Rodung neuer Waldabschnitte, pflanzen diese Landwirte mehrjährige oder eine Mischung aus mehrjährigen und jährlichen Pflanzen auf ihrem Stück Land an. Mehrjährige Pflanzen können dazu beitragen, Nährstoffe an abgetragene Böden abzugeben, und sie bleiben über Jahrzehnte produktiv, einen beständigen Strom von Bargeld für den bedürftigen Landwirt bringend.

Eine Mischung von mehrjährigen und jährlichen Pflanzen funktioniert meist am Besten für Landwirtschaftsstücke, da solche Polykulturfelder ein breit gefächertes Einkommen liefern (Preise von vielen Barernten sind berüchtigt unbeständig), ebenso wie Versicherung, wenn eine Ernte scheitert. Die gut in die Umwelt des Regenwaldes angepassten Hausgärten sind von vielen Waldbewohnern eine Form von Landwirtschaft. Diese verschiedenartigen Waldfeldbausysteme liefert eine Fülle an Pflanzenarten – sowohl einheimische als auch ausländische, seit heutzutage tropische Pflanzen wie Mango, Ananas, Maniok, Papaya und Orange nahezu internationalen Vertrieb haben. Diese Arten sind auch im tagtäglichen Leben nützlich. Hausgärten können al seine lebende Apotheke und als ein örtlicher Haushaltswarenladen dienen, während sie Schatten für die Menschen und den Viehbestand geben, Nahrung für die Küche und zur Ziere. Viele Hausgärten bestehen aus Restposten von altbestehenden Wald und diese nützlichen Waldbäumen (wie Paranüsse) bleiben oftmals stehen, wenn der Bauernhof geräumt wird.

Ein zusätzlicher Bonus solcher Waldfeldbausysteme ist, dass sie Waldsysteme, Böden und Artenvielfalt zu einem weit höheren Niveau instand halten, als herkömmliche Landwirtschaftsmethoden. Solange solche Felder an Sekundär- und Altbestandswäldern angrenzen, werden viele Arten weiterhin gedeihen. Wachsende Ernten wie Kaffee, Kakao, Bananen, und Vanille im Schatten von Beschirmung, konserviert mehr Artenvielfalt als Standardkultivierungsmethoden. In den letzten Jahren hat „Regenwaldfreundlicher“ Kaffee an Beliebtheit gewonnen und wird nun in einigen Teilen der Vereinigten Staaten stark gefördert. Polykulturfelder erholen sich auch wesentlich schneller als herkömmliche Felder, wenn sie leer stehen, da Waldsysteme bewahrt werden, einschließlich der Wasserkreisläufe, Nährstoffrückgewinnung und Saatverstreuung. Zusätzlich bleiben Saatbänke im Boden bestehen und Schnittbäume spenden den für die Beschirmung der Baumsaaterzeugung notwendigen Schatten und ermöglichen einen verhältnismäßig fließenden Übergang zum Sekundärwald, sobald der Landwirt in ein neues Gebiet weiterzieht.

Trotz all dieser positiven, umweltverträglichen Landwirtschaftsgesichter gibt es etliche Hindernisse, die weit verbreitete Akzeptanz zu erreichen. Waldfeldbau und andere Formen von schonender Landwirtschaft sind mehr auf die ökologischen Gegebenheiten eingestellt als die meisten Formen von Landwirtschaft im Regenwald, doch diese müssen sich auch auf die wirtschaftlichen Gegebenheiten einstellen. Viele Nomaden im Regenwald sind zum Beispiel sehr unwissend hinsichtlich solcher Kultivierungsmethoden. Stattdessen – in der Annahme, dass sie sogar alles über Landwirtschaftsmethoden wissen – verlassen sie sich oftmals auf das, was in verschiedenen Klimas und Bodenbeschaffenheiten gelingt – Methoden, die üblicherweise auf gerodeten Waldländereien scheitern. Unter dem indonesischen Auswanderungsprogramm zum Beispiel, wenn diese Auswanderer Ernteausfällen gegenüber stehen, übernehmen sie oftmals die Kultivierungsmethoden der wirklich Einheimischen, für deren Landwirtschaftssystem sie gesendet wurden, es zu verbessern. Somit ist es eine große Herausforderung durch die Förderung von Waldfeldbau die Unwissenheit von vielen Regenwaldauswanderern über solche Landwirtschaftsmethoden zu überwinden. Ein zweites Hindernis ist der Mangel an Zugang für viele ländliche Arme. Ohne finanziellen Mittel ihre Waren zum Markt zu transportieren oder sogar einen Markt für ihre Waren, Einheimische haben wenig Chance, einen Gewinn aus ihrer Arbeit zu erzielen. Ein anderes zu berücksichtigendes Anliegen ist der Mangel von Krediteinrichtungen, von welchen arme Landwirte in Zeiten der Not Geld leihen können. Diese Hindernisse zu überwinden – ob durch Verbesserung von bestehenden Straßen, Erziehungssystemen, UN-Initiativen, oder anderen Mitteln – wird uns viel näher bringen, das Problem des versetzten Landwirtes zu lösen. Ohne den Kleinbauern zufrieden zu stellen, wird sich die Abholzung für Existenzlandwirtschaft nur verschlechtern, da die weltweite Bevölkerung von mehr als 600 Millionen armen tropischen Landwirten sich weiterhin ausdehnt, und zwar jährlich zu 4-6 Prozent.

Waldfeldbaumethoden können im großen Stil durch Nutzung von Waldgängen und einer Mischung von mehrjährigen und jährlichen Pflanzen angewendet werden. Während Verwaltungs- und Erntekosten wahrscheinlich ansteigen, könnten diese Negative durch den Wert von Einkommensunterschieden, Bodenschutz, Instandhaltung von der Waldfunktion und der Erhaltung der Artenvielfalt überwogen werden. Umweltverträgliche Landwirtschaft ist eines von vielen Mitteln, welches wirtschaftliches Überleben für landlose Arme und die Industrie bietet. Umweltverträgliche Entwicklung durch Ernten der erneuerbaren Ressourcen des Waldes hat die Möglichkeit, den Regenwald zu retten, indem konkrete Erträge kurzfristig zur Verfügung stehen.
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Fragen zur Überprüfung:
  • Warum sind Landwirtschaftsmethoden für die Zukunft der Regenwälder wichtig?
  • Was können wir von vergangenen Kulturen über die Landwirtschaft im Amazonas lernen?

[Englisch]


Fortsetzung: Regenwälder retten durch umweltverträgliche Entwicklung—Waldprodukte