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Die Reste retten

Der Rio Napo in Peru. (Foto von R. Butler) Kapitel 10: LÖSUNGEN:
Wie man tropische Regenwälder retten kann. Heute verschwinden tropische Regenwälder vom Angesicht des Globus. Trotz wachsender internationaler Besorgnis werden Regenwälder weiterhin in einem Tempo von mehr als 80,000 Morgen (32,000 Hektar) täglich zerstört. Die Regenwaldabdeckung der Welt beträgt nach neuestem Stand ungefähr 2.5 Millionen Quadratmilen (6 Millionen Quadratkilometer), eine Fläche von der Größe der aneinanderliegenden 48 Vereinigten Staaten oder Australien und repräsentiert zirka 5 Prozent der Weltlandoberfläche. Viel von dieser verbleibenden Fläche wurde durch Menschenhand bewirkt und bewahrt nicht länger seine volle ursprüngliche Artenvielfalt.
Fünf grundsätzliche Schritte zur Rettung der Regenwälder
"TREES" (Bäume) ist ein ursprünglich für eine Volksschulzielgruppe erfundenes Konzept, doch dient es gut als Zusammenstellung von Grundregeln, die Regenwälder zu retten und im weiteren Rahmen, den Ökosystemen der Welt.
  • Teach (Unterrichten) Sie andere über die Wichtigkeit der Umwelt und wie sie dazu beitragen können, die Regenwälder zu retten..
  • Restore (Wiederherstellen) Sie geschädigte Ökosysteme durch Pflanzen von Bäumen auf Land, auf welchem Wälder abgerodet wurden.
  • Encourage (Ermutigen) Sie Menschen so zu leben, dass die Umwelt nicht verletzt wird.
  • Establish (Errichten) Sie Parks, um Regenwälder und Wildnis zu schützen.
  • Support (Unterstützen) Sie Unternehmen, ihren Betrieb auf eine Weise zu betreiben, dass der Schaden an der Umwelt vermindert wird.

Die Abholzung von tropischen Regenwäldern hat eine weltweite Auswirkung durch Artensterben, den Verlust von wichtigen Ökosystemdiensten und erneuerbarer Ressourcen, und die Verminderung von Kohlendioxidsenken. Diese Zerstörung kann allerdings verlangsamt, angehalten und in manchen Fällen sogar umgekehrt werden. Die meisten Menschen stimmen darin überein, dass das Problem behoben werden muss, doch Maßnahmen wie Verstärkungszäune rund um die verbleibenden Regenwälder oder das Verbieten des Bauholzhandels sind nicht so einfach. Wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Druck lässt Regenwälder nicht fortbestehen, wenn diese völlig zur Nutzung und Entwicklung abgesperrt werden.

So, was sollte getan werden? Die Lösung muss darauf basieren, was durchführbar ist, nicht übermäßig idealistisch und abhängig von der Entwicklung einer neuen Erhaltungsstrategie, aufgebaut auf dem Prinzip von vertretbarem Nutzen und der Entwicklung der Regenwälder. Über der verantwortlichen Entwicklung der Regenwälder hinaus, sind Bemühungen zur Rehabilitierung und Wiederherstellung von abgetragenen Waldländern zusammen mit der Bildung von geschützten Bereichen der Schlüssel für die langfristige Nutzung der Regenwälder, den die Menschheit bereitstellen kann.

Vergangene Bemühungen

Historische Ansätze der Regenwalderhaltung sind gescheitert, wie durch das beschleunigte Maß von Abholzung bewiesen wird. In vielen Regionen hat die Absperrung von Wäldern als unerreichbare Parks und Reserven weder die Lebensqualität oder die wirtschaftlichen Möglichkeiten von armen Landbewohnern verbessert, noch illegale Holzfäller und Entwickler abgeschreckt, den Wald abzuholzen. Korruption hat die Situation nur verschlechtert. Das Problem mit diesem traditionellen Parkversuch, die Wildnisse in Entwicklungsländern zu erhalten, besteht darin, dass er nicht genügend wirtschaftliche Anreize für das Respektieren und die Instandhaltung des Waldes erzeugen kann. Regenwälder werden nur dann als funktionierende Ökosysteme weiterhin überleben, wenn sie mit einem konkreten Nutzen zur Verfügung stellend ausgewiesen werden. Örtliche Bewohner und die Regierung selbst müssen finanzielle Erträge sehen, um die Kosten zur Instandhaltung der Parks und Ertragsverzicht von wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb der Grenzen des geschützten Bereiches Rechtzufertigen.

Beschränkte Mittel

Länder mit beträchtlicher Regenwaldabdeckung sind gewöhnlich unter den Ärmsten der Welt. Somit hängt das tagtägliche Überleben der Menschen von der Nutzung der Naturressourcen ab. Die meisten Menschen, die in und um die Wälder leben, haben niemals die Chance, ein Arzt, Sportstar, Fabrikarbeiter oder Sekretär zu werden, sie müssen von dem Land um sie herum leben, mit der Nutzung der Ressourcen, welche auch immer sie finden können. Ihre Armut kostet ihnen selbst, ihrem Land und der Welt den Verlust der Artenvielfalt und Ökosystemdienste wie Abtragungsverhinderung, Flutkontrolle, Wasserbehandlung und Fischereisicherung.

Regierungen in diesen Ländern sind in nicht beneidenswerter Position, das Gleichgewicht vom Wohlergehen der armen Landbewohner mit den Interessen der Industrie, Forderungen von ausländischen Regierungen und Auflagen von den internationalen Hilfsgesellschaften zu halten. In diesem Klima kann es einfacher sein, die fortwährende Zerstörung und Abtragung von Umweltgütern schlichtweg zu vernachlässigen, als mit einem langfristigen Plan für die Absicherung, mit dem wirtschaftliche Entwicklung ökologisch vertretbar ist, aufzuwarten. Erfolg zur Erhaltung der Wildnisse in diesen Ländern erfordert die Versöhnung der unvermeidlichen Konflikte zwischen den kurzfristigen Bedürfnissen der örtlichen Bewohner und der langfristigen Nutzungsart, damit die Erhaltung auf einer vertretbaren, fortwährenden Basis erzeugt werden kann.

Kräfte hinter Regenwaldverlust

Regenwälder werden meist aus wirtschaftlichen Gründen abgeholzt, allerdings gibt es ebenso politische und gesellschaftliche Beweggründe. Ein wesentlicher Anteil von Abholzung wird durch arme Landwirte verursacht, die einfach versuchen, ein Leben auf Grenzländern mühsam zu erarbeiten. Darüber hinaus sind die Umwandlung von Lebensunterhalt durch Landwirtschaft, Tätigkeiten wie Abholzung, Rodung von Viehweiden und kommerzieller Landwirtschaft erheblich Beitragende der Abholzung auf globaler Ebene. Typisch benutzte Agrarbrände zur Landrodung sind außerhalb von Kulturgebieten und in abgetragene Regenwaldregionen hinein zunehmend verbreitet.

Ansprechende Abholzung

Ansprechende Abholzung verlangt, die sehr verschiedenen Bedürfnisse und Interessen dieser Gruppen zu berücksichtigen.

    Arme Landwirte:
    Arme Landwirte versuchen schlichtweg, Essen auf den Tisch ihrer Familien zu bringen. Ein besserer Ansatz, die Bedürfnisse der ländlichen Armen anzusprechen könnte die Verbesserung und Verstärkung gegenwärtig bestehender Landwirtschaftsprojekte und die Förderung von alternativen Bewirtschaftungsmethoden – insbesondere Permakultur sein. Permakultur fügt der Palette der Landwirte eine Erntemischung bei, was ihm einerseits ermöglicht, seine Einkommensquelle zu verändern und andererseits abgetragene Böden durch wiederhergestellte Nährstoffe zu verbessern. Ein zusätzlicher Ertrag von solchen Methoden ist, dass sie das Waldsystem, Böden und Artenvielfalt zu einer weit größeren Höhe instand halten, als die herkömmlichen Landwirtschaftsvorgehensweisen. Solange solche Felder an zweitrangigen und Altbestehenden Wald angrenzen, werden viele Arten weiterhin wachsen.
    Ein erfolgsversprechender Forschungsbereich betrachtet die klassischen Gesellschaften, die im Amazonasregenwald lebten, bevor die Europäer im 15. Jahrhundert eintrafen. Offensichtlich war es diesen Einwohnern möglich, den Ackerboden, welcher normalerweise ziemlich schlecht war, im Regenwald durch Nutzung von Kohle und Tierknochen anzureichern. Durch die Verbesserung der Ackerbodenqualität, konnten große Flächen des Amazonas, welcher abgeholzt wurde, verwendet werden, um die Landwirtschaft zu unterstützen. Dies konnte dazu beitragen, den Druck auf Regenwaldbereiche für Ackerland zu verringern. Des Weiteren konnte der "terra preta" (Holzkohle-gegründeter) Boden dazu genutzt werden, um bei dem Kampf gegen globale Erwärmung zu helfen, da er Kohlendioxid aufsaugt, ein wichtiges Treibhausgas.

    Ein zweiter wichtiger Teil, den armen Landwirten Beihilfe zu leisten besteht darin, dass sie ein offizielles Anrecht an ihrem Land bekommen. Im Augenblick gibt es wenig Anreiz an Orten, an denen es schwierig ist, Eigentümerrechte von Land zu bekommen und wo Land verhältnismäßig offen und reichlich ist, den Bestand instand zu halten oder zu verbessern. Sobald Ortsansässige einen Anteil an Land besitzen, welches sie bewirtschaften, werden sie Interesse haben, dieses effizient zu nutzen, anstatt zu einem neuen Bereich des Waldes zu rücken, sobald die Böden vorzeitig ausgelaugt sind.

    Die Bildung von Kreditmöglichkeiten für arme Landwirte ist ebenfalls wichtig, zum einen, um ihre Erträge zu sparen und zum anderen, um zuzeiten der Notwendigkeit Kredite aufzunehmen, damit sich ihre Lebensqualität verbessert. Mikrokreditmöglichkeiten können bedeutenden ökonomischen Nutzen für die örtliche Wirtschaft und zur gleichen Zeit den örtlichen Einwohnern Würde bringen und unternehmerische Einstellung fördern.

    Letztendlich ist verbesserter Zugang zu Absatzgebieten wichtig, damit den Landwirten ermöglicht wird, ihre Agrarerzeugnisse zu erhalten. Verbesserter Zugang kann ein zweischneidiges Schwert sein, falls es vermehrten Straßenbau bedeutet, was oftmals weitere Abholzung in Gang setzt. Jegliche Verbesserungen der Infrastruktur sollten sorgfältig geplant werden, um die zukünftige Auswirkung auf das verbleibende Ökosystem zu verringern.

    Industrielle/kommerzielle Entwickler:
    Bislang hat es sich als schwierig erwiesen, die gleichen oben erwähnten Permakultur-Landschaftsmethoden für Industriebetriebe anzuwenden. Wie gegenwärtig ausgeübt, ist Landwirtschaft in großem Umfang auf bodenständigem Ökosystem typischerweise ziemlich zerstörerisch und bewahrt nicht die Artenvielfalt auf entsprechendem Niveau mit angrenzenden Waldbereichen. Schrittweise Maßnahmen wie die Nutzung von natürlicher Schädlingsbekämpfung und Dünger kann dazu beitragen, durch Landwirtschaftsbetriebe verursachte Umweltverschmutzung zu verringern, indem hinterlassene Waldstreifen als Gänge verbundener Abschnitte helfen, die Verluste der Artenvielfalt zu mäßigen.

    Vertretbare Abholzung, soweit möglich, ist auf Widerstand von der Holzindustrie für seinen Mangel an Leistungsfähigkeit im Verhältnis zu traditionellen Erntemethoden gestoßen, und es bleibt unter Umweltschützern hinsichtlich der Auswirkung auf die Umwelt umstritten Illegale Abholzung und gefälschte Kennzeichnung sind große Hindernisse angesichts umweltverträglichen Waldmanagements für Bauholz, doch rechtzeitige Entwicklung von höher gewinnbringenden Bauholzplantagen wird dazu beitragen, den Druck auf natürliche Wälder zu verringern.
Wiederherstellung und  Rehabilitation des Ökosystems

Es hat keinen Zweck, die vergangene Abholzung von großen Flächen zu beklagen. Heute besteht das Anliegen darin, wie am besten die bereits gerodeten Felder genutzt werden können, damit diese gewinnbringende Aktivitäten liefern, jetzt und für zukünftige Generationen. Ohne die Verbesserung des Wohlergehens der Bevölkerung, die in und um die Wälder leben, können wir nicht erwarten, dass die Regenwälder als vollkommenes funktionierendes System fortbestehen und weiterhin für unsere Bedürfnisse sorgen.

Die Umweltprobleme in Regenwaldländern ansprechend ist es wichtig, dass Entscheidungsträger sich nicht nur um die Umgestaltung des bestehenden natürlichen Ökosystems sorgen, sondern auch noch mehr um die vernünftige Verwendung von bereits gerodeten und abgeholzten Gebieten. Um zukünftigen Waldverlust zu verhindern, müssen wir zusätzlich die Produktivität der Bauernhöfe, Weiden, Plantagen und Weideland erhöhen, um die Arten und Ökosysteme des verschlechterten Lebensraumes wiederherzustellen. Durch die Reduzierung von sinnlosen Landnutzungsmethoden, Festigen von Gewinnen von bestehenden gerodeten Feldern und die Verbesserung von bereits entwickelten Feldern, können wir die Notwendigkeit, zusätzlichen Wald zu roden, vermindern.

Forschung und Erfahrung haben gezeigt, dass die Wiederherstellung des gesamten Ökosystems äußerst denkbar ist in Regionen, in welchen Teile oder zumindest Überreste des ursprünglichen Waldes immer noch vorhanden sind und es wenig Druck durch die menschlichen Bevölkerung gibt. Kleinere Rodungen, die von Wald umgeben sind, erholen sich schnell, und größere Gebiete können sich mit der Zeit erholen, besonders wenn etwas Unterstützung in der Wiederaufforstungsdurchführung gegeben wird. Nach einigen Jahren kann ein einst unfruchtbares Ackerland wieder Vegetation in Form von Pionierarten und Nachwuchs bieten. Auch wenn der Sekundärwald in der Vielfältigkeit schwach und schlecht entwickelt sein wird, wird die Waldbedeckung ausreichend für einige zurückkehrende Arten sein (angenommen, dass sie noch immer bestehen). Zusätzlich kann das neuere bewaldete Land für die vertretbare Ernte von Waldprodukten und geringem Ausmaß von Abholzung und Landwirtschaft genutzt werden.

Finanzierung der Regenwalderhaltungsbemühungen

Erhaltungsbemühungen und vertretbare Entwicklungsprogramme sind nicht kostenfrei. Selbst Länder, die bereits beträchtliche Hilfe von ausländischen Spendern erhalten haben, treffen auf Schwierigkeiten, in wirksamer Weise solche Initiativen langfristig durchzuführen. Weil Almosen, welche in und von selbst die Tendenz haben, Abhängigkeit zu verursachen, nicht für immer andauern, kann die Finanzierung dieser Initiativen mehr kreative Einkommensquellen, um wirklich erfolgreich zu sein, erfordern. Hier sind einige andere Finanzierungsstrategien, die in Betracht kommen:
  • Ökotourismus—Ökotourismus kann Bemühungen entweder durch Parkeintrittsgebühren und Anstellung von örtlichen Bewohnern als Führer oder durch Kunsthandwerk und Dienstleistungen (Hotels, Restaurants, Fahrer, Bootsführer, Träger, Köche) finanzieren.
  • Bio-prospecting Gebühren—Regenwaldländer können Einnahmen erzielen, indem sie Wissenschaftlern gestatten, Produkte von den einheimischen Inselpflanzen und Tierarten zu entwickeln. Der Pionier in diesem Bereich war Costa Rica, welches mit der amerikanischen Arzneimittelfirma Merck eine Vereinbarung einging, um nach Pflanzen mit eventuellen pharmazeutischen Einsatzmöglichkeiten zu schauen. Unter dieser Vereinbarung geht ein Teil der Erträge von Präparaten, die sich als wirtschaftlich wertvoll erweisen, an die Regierung von Costa Rica, welche garantiert hat, dass einige der Förderabgaben für Erhaltungsprojekte auf die Seite gelegt werden. Ähnlich im Jahre 2001 in Givaudan entsandte ein Schweizer Duft- und Geschmacksstoffeunternehmen ein Team, um nach neuen exotischen Düften und Aromas in Madagaskar Ausschau zu halten. Ihrer Erkundung folgend, stellten die Givaudan Forscher 40 Aromas “wieder her”, die in kommerziellen Produkten verwendet werden konnten. Das Unternehmen vereinbarte, einen Teil des Gewinns von diesen Produkten mit den örtlichen Gemeinschaften durch Erhaltungs- und Entwicklungsinitiativen zu teilen.
  • Co2-Kompensation—Für Flächenstilllegung des Waldes zum Zwecke von atmosphärischer Kohleverringerung können Entwicklungsländer Zahlungen von Industrieländern empfangen, zusehend, ihre Kohlenstoffemissionen auszugleichen. Kohleausgleichsprogramme sind in vielen Kreisen gefragt, da sie “einen Mechanismus für motivierte reiche Länder bieten, für den Gewinn von Walderhaltung zu zahlen, die nationale Grenzen überschreitet.“ In der Tat fördern solche Programme „die Zahlung von Fonds von Industrieländern an tropische Länder als einen kommerziellen Vorgang vielmehr als ein Wohltätigkeitsakt” (Costa, P.M. "Tropische Forstwirtschaftsvorgehensweisen für Kohlenstoffbindung: ein Rückblick und Fallstudie von Südostasien,“ Ambio Vol. 25 No. 4, Juni 1996).
  • Unternehmensförderung—Unternehmen waren ein bisschen langsam im “aufnehmen” von Parks, doch sie haben das Geld und ein Marketinggesteuertes Interesse, solche Schemen genauer zu betrachten. Siehe unten für weitere Einzelheiten eines möglichen Plans.
  • Der Linden-Lovejoy-Phillips Plan—Eine interessante Idee für tropische Regenwälder, vorgeschlagen von Eugene Linden, Thomas Lovejoz und J. Daniel Phillips, besteht aus der Teilung von natürlichen Bereichen in Blöcke, um dann Finanzierungsverpflichtungen von internationalen Umweltgruppen, Entwicklungsinstituten, Unternehmen und anderen glaubwürdigen Spendern zu erbitten. Es würde ein Bietungsverfahren geben, nachdem eine juristische Person die Verantwortung der Instandhaltung der Waldabdeckung und Forstgesundheit in jedem Block des gesamten Waldsystems übernehmen würde. Dieser Plan könnte ein Weg für Unternehmen sein, um sich an der Erhaltung als ein Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit/Marketing zu beteiligen. Ein gegebener Prozentsatz der Einnahmen könnte in einen Treuhänderfond gegeben werden mit der zweckgebundenen Auszahlung für anhaltenden Umweltschutz und vertretbaren Entwicklungsprogrammen.
Weitere Schritte, sobald Finanzierung vorhanden ist
  • Erweitern Sie geschützte Gebiete—Viele Gebiete sollten so bald wie möglich geschützt werden. Wenn geschützte Gebiete in solcher Art und Weise entwickelt werden können, um für die örtlichen Gemeinschaften Einkommen zu erzeugen, eine zunehmende Anzahl von Parks sollte theoretisch mehr wirtschaftliche Erträge für einen größeren Teil der Bevölkerung erzeugen.
  • Erweitern Sie die Überwachung von und Patrouillen in geschützten Gebieten—Dies kann zu ermäßigten Kosten durchgeführt werden, wenn die örtlichen Gemeinschaften vom Erfolg des Parks profitieren. Wenn Einheimische ein rechtmäßiges Interesse (d.h. werden vergütet durch Eintrittsgebühren, als Führer gemietet, machen Kunsthandwerk zum Verkauf an Touristen, und lernen, ihr Ökosystem für die Dienste, welche es bieten kann, zu schätzen), werden sie wünschen, den Park zu beaufsichtigen, damit ihre Einkommensquelle nicht vermindert wird. Gemeinschaftsüberwachung ist der wirksamste Weg, ein geschütztes Gebiet zu patrouillieren, obwohl es vermutlich notwendig ist, außerdem Parkpersonalführungspatrouillen zu haben. Führer sollten ebenso geschult werden, um Wache nach Aktivitäten zu halten, die das Ökosystem schädigen, und verdächtige Aktivitäten der Parkzentrale zu melden.
  • Bilden Sie Forschungseinrichtungen zur Schulung örtlicher Wissenschaftler und Führer—Das durchschnittliche Regenwaldland muss sein intellektuelles Kapital errichten, um seine Wirtschaft zu entwickeln und den besten Nutzen aus den Landesressourcen zu ziehen. Es müssen weitere Untersuchungen von endemischen Arten gemacht werden (viele haben nur einen Namen und einen Ort und neue Arten werden jedes Jahr entdeckt) aus sowohl reinen Forschungsgründen, als auch möglichen kommerziellen Anwendungen. Verbesserte Ernteerträge und verringerte Abtragung könnten mit zukünftiger Forschung ebenso möglich sein.
  • Errichten Sie Programme, die vertretbaren Nutzen fördern—Programme, die vertretbaren Nutzen fördern sind der Schlüssel, um den Lebensstandard der Bevölkerung, die um die geschützten Gebiete leben, zu erhöhen. Nicht alle Mitglieder einer Gemeinschaft werden den direkten Gewinn aus der Beschäftigung im Dienstleistungs- oder Produktionsbereich sehen, und viele Einwohner werden nach wie vor auf traditionellen Nutzen der Naturressourcen um ihn herum setzen. Diese Ressourcen müssen in einer effektiveren Weise genutzt werden, um die Produktivität zu maximieren und die Auswirkung auf die Umwelt zu minimieren.
  • Entschädigen Sie vertriebene Völker—Da mehr geschützte Gebiete abgesondert werden, ist es unvermeidlich, dass einige Menschen gebeten werden können, umzuziehen. Es ist wichtig, dass diese Menschen für das Überlassen ihrer bestehenden Existenz und Haushalte entschädigt werden. Während direkte Barauszahlung eine Möglichkeit ist, gibt es noch die bessere Strategie, diesen verlagerten Menschen mit langfristigen Einkommensmöglichkeiten durch Schulung von besseren Landwirtschaftstechniken oder alternativen Ernten zu dienen.
  • Beziehen Sie Eingeborene im Parkmanagement mit ein, wo sie noch existieren. Eingeborene wissen mehr über den Wald als jeder andere und haben ein Interesse, ihn als ein produktives Ökosystem zu schützen, welches ihnen Nahrung, Obdach und sauberes Wasser bietet. Forschung hat in einigen Fällen herausgefunden, dass „Eingeborenen Reserven” in der Tat den Regenwald besser schützen können, als Nationalparks im Amazonas.
  • Fördern Sie Ökotourismus—Ökotourismus ist vielleicht die beste Hoffnung zur Entwicklung der Wirtschaft von einigen Regenwaldländern. Planer sollten anstreben, die Umweltbelastung herabzusetzen und die Erträge der örtlichen Gemeinschaften zu maximieren.
  • Versichern Sie, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht erhöhte Abholzung mit sich bringt—Da ländliche Bevölkerung anfängt, Gewinne von Umweltschutzbezogenen Aktivitäten zu ernten, ist es wichtig, dass sie nicht dieses Einkommen in Aktivitäten, die in weiterer Abholzung enden, neu investieren. Traditionsgemäß war es in vielen Dörfern so, je mehr Geld jemand gemacht hatte, desto mehr Geld wurde zurück in Landrodung gesteckt. Ländliche Banken und Sparinstitute sind praktisch unbekannt in vielen Teilen der Entwicklungswelt. Solche Einrichtungen, welche einerseits sparen und andererseits Kreditgewährung ermöglichen, kann schnellstens das Leben von Millionen durch zunehmende Existenzgründungen und die Möglichkeit, Geld für die Zukunft wegzulegen, verändern.
  • Ermutigen Sie zur Existenzgründung—Ermutigung zur Existenzgründung durch solch eine Mikrokreditstrategie kann wesentliche Gewinnausschüttung für die Wirtschaft eines Landes als Ganzes bedeuten. Untersuchungen in Entwicklungsländern haben herausgefunden, dass unternehmerische Fähigkeiten unter den Armen tatsächlich ziemlich hoch sind, wenn den Menschen der Zugang zu Kapital gegeben wird. Ausfallraten sind typischerweise ebenso ziemlich niedrig (haben die Armen einen größeren Respekt vor Geld?). Anregende Existenzgründung durch kleine, kostengünstige Darlehen ist möglicherweise ein besserer Ansatz als Almosen, welche ein bisschen mehr als Abhängigkeit verursachen und die menschliche Würde herabsetzt.

In Richtung Zukunft blicken, schwierige Entscheidungen

Einfach den Holzhandel zu verbieten oder Reserven zu errichten wird nicht genug sein, um die verbleibenden tropischen Regenwälder der Welt zu retten. Um den Wald zu erhalten, müssen die zugrunde liegenden sozialen, wirtschaftlichen und politischen Gründe für Abholzung erkannt und angesprochen werden. Wenn die Anliegen einmal ans Licht gebracht wurden, kann eine Entscheidung darüber, was gemacht werden sollte, getroffen werden. Wenn entschieden wird, dass die Regenwälder gerettet werden müssen, dann würde die Gestaltung von Mehrzweckreserven, welche vertretbare Entwicklung und Erziehung der ländlichen Bevölkerung fördert ein guter Ausgangspunkt sein. Gegenwärtig sind rund 6 Prozent des verbleibenden Waldes der Welt geschützt, was bedeutet, dass noch immer mehr als 90 Prozent für den Zugriff offen sind. Jedoch sind auch diese 6 Prozent nicht sicher, wenn die angemessenen Schritte in Richtung vertretbarer Entwicklung nicht durchgeführt werden. Falls möglich, sollten Wiederaufforstungs- und Instandsetzungsprojekte gefördert werden, wenn wir, die Menschheit, hoffen, aus dieser Situation ohne ernsthafte langfristige Konsequenzen herauszukommen.

Fragen zur Überprüfung:
  • Wie sollten Regenwälder geschützt werden?
  • Wie können wir Regenwälder retten?
  • Warum ist die Rettung der tropischen Regenwälder eine Herausforderung?
  • Warum scheitern die Nationalparks oftmals, die Regenwälder zu schützen?
  • Warum ist Wirtschaftlichkeit im Umweltschutz wichtig?

[Englisch]

Fortsetzung:Regenwälder retten durch vertretbare Entwicklung- Landwirtschaft