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Gefährdete Reichtümer—Bedrohter Regenwald

Bauernhaus im Regenwald Perus. (Photo von R. Butler)


Wirtschaftliche Neugliederung In den letzten Jahren hat die wirtschaftliche Globalisierung tiefgreifende Veränderungen in den Ländern dieser Erde mit sich gebracht. Es gab allgemein einen Trend hin zur Dezentralisierung der Regierung, die im alltäglichen Leben ihrer Bürger eine immer geringere Rolle spielt. In den Entwicklungsländern hat diese Veränderung gröeren Druck auf die Waldbestände ausgeübt, welche üblicherweise als Staatseigentum galten. Egal ob durch Marktwirtschaft oder Planwirtschaft bestimmt: die Verwaltung der Wälder untersteht der Verantwortlichkeit des öffentlichen Dienstleistungssektors für Wäder. Firmen zur Erschlieung der Wälder haben durch diese Bürokratien gehandelt, die im allgemeinen die Kontrolle über die Zuweisung von Wäldern haben.

Heutzutage haben die Regierungen vieler Entwicklungsländer ihre Kontrolle über den Forstwirtschaftssektor dezentralisiert und einen groen Teil der im Staatsbesitz befindlichen Holzverarbeitungsindistrie privatisiert. Der Haushaltsplan der nationalen Forstbetriebe wurde reduziert und die Verwaltung wurde an örtliche Regierungen, Privatfirmen, Organisationen und nationale Regierungsorganisationen übertragen. Diese Übertragung setzt die Entscheidungsbildung näher auf eine dezentralisierte Ebene, wo man die politische Linie besser auf kommunale Bedingungen einstellen kann und zwingt gleichzeitig die Regierung, einen guten Teil ihrer Kontrolle über Waldflächenausbeuter aufzugeben. Die mangelnde Kontrolle der Regierung bedeutet, dass Privatfirmen nun mehr die Zügel in der Hand halten und die Leistungsfähigkeit maximieren können, auch wenn das bedeutet, dass sie Kürzungen durchführen müssen wie beispielsweise die Einhaltung der Umweltbestimmungen der Regierung. Beispiele hierzu sind Nutzholzkonzessionen in Guyana, Suriname, Papua Neu Guinea, Belize, Malaysien, Indonesien, und auf den Solomoninseln. Die Festlegung der Entscheidungsbildung und Strafverfolgung macht es Körperschaften leichter, regionale Beamte zu bestechen.

Die Privatisierung von Land unter der Dezentralisierung bewirkt zusätzlich Konflikte zwischen den Landerwerbern und den einheimischen Gruppen und Menschen, die das Land in flexibler Weise und auf die traditionelle Art nutzen. Ständig entstehen Spannungen, die zur Gewalt und bewaffneten Konflikten führen.

Trotz einiger negativer Auswirkungen ist die Dezentralisierung der Regierung nicht von Natur aus schlecht und beinhaltet auch wichtige Mittel zur Aufrechterhaltung einer dynamischen Wirtschaft. Eigentlich kann die Dezentralisierung der Regierung einmalige Gewinne beim Schutz der Regenwälder gegenüber einem Beamtenapparat der Regierung bringen. Jedoch können die Mittel, durch die die Dezentralisierungsfortschritte abgestimmt werden, die Erfordernisse des Ökosystems und die Bedürfnisse der Privatfirmen, Einheimischen und der Regierung beeinträchtigen. Wirtschaftliche Neugliederung hervorgerufen durch Globalisierung hat mehr oder weniger zu einem Anstieg der Konzessionen an ausländische Firmen an Regenwaldland geführt. Die höchsten Konzessionen an ausländische Firmen gehen an die Öl - Holz - und Mineralindustrie.


Verständnisfragen:
  • In wieweit trägt die Globalisierung zur Abholzung bei?

[Englisch | Spanisch]


Fortsetzung: Ölgewinnung


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