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Die Reste retten

Aus Pflanzen abgeleitete Medikamente (Foto von R. Butler)


ARZNEIMITTEL
(Fortsetzung)

Der Regenwald wird eines Tages die Heilmittel für AIDS, Bauchspeicheldrüsenkrebs, antibiotikaresistenter Staphylokokkus, Lassa-Fieber, oder die Alzheimer-Krankheit liefern, wenn die Chance gegeben wird, dies zu verwirklichen. Da unglücklicherweise die wichtigste Waldabdeckung jedes Jahr um 1- 2 Prozent vermindert wird, ist prognostiziert, dass 20-25 Prozent der weltweiten Pflanzenarten bis zum Jahre 2015 ausgestorben sind. Vielleicht in einigen entfernten Andentäler, heutzutage für Zerstörung missbraucht, lebt eine seltene Orchidee, welche eine Anti-Virus Chemikalie entfaltet, das HIV tötet, Krebs anhält, oder Altern verlangsamt. Obendrein verschwinden die Schamanen, welche viel Einblick in Identifizierung dieser Pflanzen und ihrer Nutzung bieten, zu einer sogar noch schnelleren Geschwindigkeit, da ihre Dörfer einen mehr westlichen Lebensstil anstreben.

Einige Organisationen versuchen den Verlust von medizinischem Wissen zu verhindern, wenn Eingeborene Ältere sterben. Das Neue Erde Regenwald Reservat (Terra Nova Rainforest Reserve) ist das erste ethnomedizinische Waldreservat, gestaltet um sicherzustellen, dass medizinische Pflanzen für örtlichen Gebrauch zur Verfügung stehen. Das Reservat ermutigt den Gebrauch von solchen Pflanzen und hat auch ein Programm eingeführt, Junge Menschen über die Nutzung von medizinischen Pflanzen zu unterrichten, damit dieses Wissen nicht ausstirbt, sondern an zukünftige Generationen und Forscher weitergegeben wird.

Nationale botanische Gärten, wie jene von Missouri und New York, spielen eine wichtige Rolle in Fortpflanzung von medizinischen Pflanzen, die entweder in der Wildnis bedroht, oder so selten sind, dass die Sammlung die Nachfrage nicht zufrieden stellt. Etliche Gärten haben solche medizinischen Pflanzen vermehrt und freigiebig Keimlinge an Bewohner verteilt, welche diese in ihre traditionelle Nahrungsernte integrieren können. Die Pflanzen können erheblich mehr Gewinn erzielen, als viele traditionelle Ernten wie Bananen, Kaffee oder Kakao.

Tiere als eine Inspiration von Arznei

Tiere können der Menschheit auch nützliche Zusammensetzungen als Arzneimittel bieten. Sowohl Blutegel als auch Vampirfledermäuse besitzen kraftvolle Gerinnungshemmende Mittel, die sie bei der Fütterung ihrer Beute nutzen. Vom Speichel der Blutegel kommt Hirudin, welcher heute dazu benutzt wird, Blutgerinnsel bei Menschen aufzulösen. Die Vampirfledermaus hat eine Speichelsubstanz, welche zur Verhinderung von Herzinfarkten genutzt werden kann. Die schleimigen Sekrete von Fröschen werden zur Behandlung von Infektionen, Geistesstörung und sogar HIV,genutzt, während Wissenschaftler hoffen, dass eines Tages das Blut von allgegenwärtigen (im Westen der USA) westlichen Zauneidechsen (mehr gemeinhin bekannt als „Blue-Belly“) zu verhindern oder zu heilen von Lyme-Krankheit helfen wird: ABT-594ist ein experimentelles Schmerzmittel abgeleitet aus den Hautsekreten von Pfeilgiftfröschen (Epipedobates tricolor), ein farbenfroher giftiger Pfeilfrosch, und Krokodilblut wird nach seinen Anti-HIV-Eigenschaften hin untersucht.

PESTIZIDEN

Pflanzen haben Chemikalien über Millionen von Jahren aufgebaut, um sch vor Prädation durch Insekten und Infektionen von Krankheiten zu schützen. Somit haben Regenwaldpflanzen eine vollkommene Ansammlung von natürlichen Pestiziden entwickelt. Diese Pestizide können abgesondert werden, und einige können im Labor durch Pharmaunternehmen aufgebaut werden. Diese natürlichen Pestizide sind wirksam zum Schutz von kultivierten Ernten gegen Zerstörung durch Seuchen und Krankheiten, ohne die Beeinträchtigung von chemischen Pestiziden wie DDT.

Neue Forschungen zeigen, dass der Gebrauch von natürlichen Prädatoren wie Wespen und Fliegen kombiniert mit eingeschränktem Gebrauch von Pestiziden wirksamer in Ausrottung von Seuchen in den Tropen ist, als regelmäßiges Sprühen mit künstlichen Pestiziden. Chinesische Wissenschaftler haben sogar Wespen manipuliert, um tödliche Viren für Insektenseuchen zu liefern.

Um Ernten zusätzlich vor Verseuchung zu schützen können viele Regenwaldpflanzen als Insektenabwehrmittel eingesetzt werden. Die Wurzeln der Liane, ein Baumfreund aus amerikanischen Wäldern, haben einen Duft, der Moskitos abhält, während die hellen orangefarbigen Beeren einer anderen Neuweltpflanze, der Rukustrauch (Bixa orellana), abschreckend gegen Insektenbisse wirksam sind und zusätzlich als Körperfarbe und Farbstoff genutzt werden. Diese Zusammensetzungen müssen weiter von Pharmaunternehmen untersucht und analysiert werden, um neue Insektenabwehrmittel zu gestalten, die weniger schädlich für die Haut und Plastikmaterialien sind, als herkömmliche benutzte DEET. Diese höchst wirksamen Insektenabwehrmittel sind mehr ökologisch gesund und nicht teuer in der Herstellung.

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Fragen zur Überprüfung:

  • Warum sind Pflanzen eine gute potenzielle Quelle für natürliche Pestiziden?

[Englisch]


Fortsetzung: Zukunftsfähige Abholzung