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Die Reste retten

Affenbrotbaum zwischen Reisfeldern in Madagaskar. (Foto von R. Butler)


Sekundärwald Produkte Es gibt ein großes Potenzial für die Entwicklung von Sekundärwaldprodukten in großem Umfang zur Beisteuerung von örtlichem und nationalem Einkommen bis hin zum Weltmarkt. Einige Waldprodukte können auf einer breit gefächerten Basis auf höchst geschwächten und ehemaligen Waldländereien domestiziert und kultiviert werden. Viele von diesen Produkten passen besser in die tropische Umwelt und liefern größere wirtschaftliche Erträge zu weniger steuerlichen und umweltbedingten Kosten.

Wie zuvor besprochen können Kleinbauern in die nationale Wirtschaft und Landwirtschaftsproduktion in großem Umfang mit einbezogen werden durch Förderung von kleineren Waldfeldbaustücken.

NAHRUNGSMITTEL

Es gibt zahllose Regenwaldprodukte, die umweltverträglich geerntet werden oder zumindest effizienter an Stelle von bestehenden Produkten genutzt werden können. Der Schlüssel befindet sich in der Entwicklung dieser Produkte, sie auf den Markt zu bringen und sie dann tatsächlich zu verkaufen.


Kultivierte Nahrungsmittel

Viele von den Nahrungen, die wir heutzutage zu uns nehmen, haben ihren Ursprung aus dem Regenwald, einschließlich der Avocado, Banane, Paranüsse, Maniok, Cashewnüsse, Schokolade/Kakao, Zimt, Nelken, Kokosnuss, Kaffee, Kola, Korn/Mais, Aubergine, Feige, Ingwer, Grapefruit, Guave, Kräuterteezutaten, Peperoni, Zitrone, Mango, Orange, Papaya, Erdnuss, Pfeffer, Ananas, Kartoffel, Reis, Speisekürbis, Rohrzucker, Tomate und Vanille. Doch es gibt noch viele mehr, die noch zu ihrem vollsten Potenzial hin entwickelt werden müssen: von den 3,000 Regenwaldfrüchten sind nur 200 regelmäßig genutzt.

Von den geschätzten 25,000 bis 30,000 Pflanzenarten, welche verzehrbare Teile besitzen, wurden jenseits der Geschichte nur rund 7,000 kultiviert oder gesammelt. Von diesen liefern nur 20 Arten 90 Prozent des Nahrungsbedarfs, während Reis, Weizen und Mais mehr als 50 Prozent der kultivierten Nahrungsmittel ausmachen. Tropische Landwirtschaft mit herkömmlichen Ernten haben sich für gewöhnlich als Fehler erwiesen, da tropische Waldländereien voller Schädlinge, Krankheiten, schlechten Böden, Dürre und unbeständigen Regenfällen sind. Auf diese wenigen Ernten gestützte tropische Landwirtschaft wird selten die Armut der Einheimischen erleichtert und erzeugt keine anhaltenden Abgaben für das nationale Einkommen.

Wir müssen mit anderen Pflanzen experimentieren, besonders mit denen, die besser in die Kultivierung in den Tropen passen. Die Buruti Palme vom Amazonas zum Beispiel produziert eine vitaminreiche Frucht mit einem brotähnlichen Mark, während zwei Pflanzen aus Westafrika Zusammensetzungen produzieren, die tausendfach süßer als Rohrzucker sind und als natürlicher Süßstoff genutzt werden könnten.

Tierbasisbezogene Nahrungsmittel

In gleicher Weise haben Regenwaldtiere großes Potenzial als halbdomestizierte Nahrungsmitteltiere für die Tropen. Diese passen weitaus besser in das tropische Klima und tropische Ökosysteme, als von mehr temperierten Klimas gebrachte heimische Tiere, die für die Regenwaldländereien und Arten zerstörerisch sind. Einheimische Tiere zu nutzen bedeutet weniger Umweltauswirkung, größere Vielfalt von Tierbasisbezogenen Nahrungsmitteln und weit größere Effizienz der Produktion als Rinder.

Tropische Arten mit Potenzial als Fleischquellen schließen die Amazonas Flussschildkröten (Podocnemus sp), welche seit langem von ihren einheimischen Einwohnern für ihr exzellentes Fleisch gefangen werden (normalerweise nicht aufrecht zu erhalten) mit ein. Diese Schildkröten können sehr einfach in Zementteichen entlang der Überschwemmungsgebiete von tropischen Flüssen kultiviert und auf Wasservegetation und Früchten errichtet werden. Die Schildkröte produziert 22,000 Pfund an Fleisch pro Morgen (24,659 kg pro Hektar), mehr als 400-facher Ertrag von auf Weiden aufgezogenen Rindern und in einer weit weniger kostspieligen Weise für die Umwelt.

Der grüne Leguan von Zentral- und Südamerika wurde wegen seinem Hühnchenähnlichen Fleisch übermäßig gejagt und ist in einigen seiner Verbreitungsgebiete bedroht. Der Leguan hat großes Potenzial und wird bereits auf Farmen in Zentralamerika gezüchtet. Leguane können ausgedrückt in Ertrag 10-mal soviel produzieren, als Rinder auf dem gleichen Land und verringern die Notwendigkeit, zusätzliche Waldgebiete für Weiden zu roden. Das Wasserschwein (das größte Nagetier der Welt), Chachalacas (ähnlich zu tropischen Hühnchen) und Paka (Nagetier in Katzengröße) sind andere Neuweltsäugetiere, die tropische Fleischquellen, ohne das Ökosystem zu stören, bieten können. Diese sind nur eine Auswahl (von der Neuen Welt alleine) von tropischen Arten, welche produktiv temperierte einheimische Tiere in den Tropen ersetzen können.

LIEFERANTEN VON GENETISCHER VIELFALT

Im Jahre 1994 wuchs Weizen auf 573 Millionen Morgen (232 Millionen Hektar) auf Land in der ganzen Welt. Mit einem Durchschnitt von 2 Millionen Stielen pro Hektar, übersteigt die Individuenanzahl 464 Billionen Individuen. Ohne Frage ist Weizen keine gefährdete Art, doch aufgrund von wählerischer Züchtung in Richtung genetischer Einheitlichkeit, hat Weizen seinen meisten Bestand verloren und demzufolge seine genetische Veränderlichkeit. Was ist die Zuflucht, wenn eine Krankheit in dieser gewaltigen Monokultur ausbricht? Sehr wahrscheinlich werden Wissenschaftler die wenigen wilden Plätze auf der Erde nach der restlichen wilden Weizenzüchtungen durchforsten in der Hoffnung, genetische Eigenschaften zu finden, welche gegen die Seuche resistent sind.

Körner: Rücklagen von genetischen Ressourcen


Verfaulte Kakaoschoten in Sulawesi. Sulawesi ist auf dem Rang der Welt an dritter Stelle als führender Hersteller von Kakao, doch seine Ernte wurde hart durch Kakaoschotenkäfer und Krankheit getroffen. Anhaltende Forschung auf der indonesischen Insel sucht nach Wegen, um diese Landwirtschaftskrankheitserreger zu kontrollieren.

Zusätzlich zu Nahrungsmitteln dienen Regenwälder als Reservoirs von genetischer Vielfalt. Diese wilden Arten haben Eigenschaften, welche unachtsam durch ausgewählte Zucht entfernt wurden, ein Verfahren, was Züchtungen auswählt, die nur auf dem Nutzen der Menschheit basiert. Folglich sind domestizierte Pflanzen und Tiere mehr für Seuchen und Krankheiten anfällig. Um einheimische Arten vor diesen Gefahren zu schützen, können sie mit wilden Arten gezüchtet werden, die noch immer Eigenschaften enthalten, sie von Landwirtschaftsseuchen zu schützen.

Das berühmteste Beispiel vom Wert eines wilden Genpools kommt von Asien in den 1970-er Jahren, als die Reisernte mit einem grasbedeckten Wachstumshindernden Virus betroffen war, bedrohlich für die Reisernte über den ganzen Kontinent. Das internationale Reisinstitut begutachtete etwa 6,273 Abarten von Reis nach Eigenschaften gegen diesen grasbedeckten Wachstumshindernden Virus. Von diesem Spektrum bewährte sich nur eins, ein in einem kleinen indischen Tal ansässiges, für Rodung und Entwicklung vorgesehenes, was die gewünschten Qualitäten hatte. Es war mit der vorherrschenden Form von Reis gekreuzt, eine resistente Mischform bildend, und war in der Folgezeit das tägliche Brot in ganz Asien. Wäre es nicht in diesem winzigen Reservoir von Vielfalt gewesen, hätte Asien einer tödlichen menschlichen Katastrophe entgegengesehen. Heutzutage sucht die Internationale Kakao Organisation „ICCO“ (International Cocoa Organization) nach neuen Züchtungen von Kakao in Orinoko und Amazonas Regenwäldern. Die ICCO forscht nach Abarten, die den Ertrag und die Resistenz von kommerziell gewachsenen Kakao verbessert, welcher eine sehr eingeschränkte genetische Basis besitzt. Zum Beispiel hat der gesamte Kakaoanbau von Ghana, eine des Hauptproduzierendes der Welt, von einem einzigen, in den 1870-er Jahr bei dem Besuch eines Schmiedes mitgebrachte, Schote abgeleitet.
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Fragen zur Überprüfung: :
  • Warum ist genetische Vielfalt für die Landwirtschaft wichtig?

[Englisch]


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