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Gefhrdete Reichtmer—bedrohte Regenwlder

(Foto von R. Butler)


KRIEG Krieg kann sich im Nachhinein als Segen herausstellen oder ein Fluch fr den Regenwald sein, anhngig von dem Lauf der Dinge, die den Krieg begleiten, und der Situation vor dem Ausbrechen des Krieges.

Krieg fhrt zu Panik, Unordnung und berlebensngsten bei den meisten kommerziellen Aktivitten—Umstnde die dazu beitragen knnen, den Regenwald zu schtzen, dadurch dass die Menschen davon abgehalten werden, ihn zu zerstren. Krieg kann dazu fhren, dass Regierungen gestrzt werden, die Regenwaldbestnde verkaufen, um Schuldenzahlungen zu tilgen und Waffen zu finanzieren, und dass auslndische Investoren abwandern aus dem Land, wordurch Projekte stagnieren. Dies war der Fall bei dem Brgerkrieg in Liberien in den spten 1990ern, wo reiche Geschftsmnner das Land verlieen, wodurch kommerzielle Abbauaktivitten in den Wldern gestoppt wurden. Anhaltende Kriege, wie der in Mosambik haben auch zur Folge, dass auslndische Investoren ihr Kapital nicht riskieren wollen fr Investitionen, die den Regenwald als wirtschaftlichen Profit nutzen knnten.

Kmpfen und Sicherheit wrden die Menschen mehr beschftigen als das Jagen, die Gewinnung von Brennholzthe und die Brandrodung, so dass der Wald durch das Fehlen dieser Aktivitten profitieren kann. Oft werden lndliche Gebiete evakuiert und arme Bauern fliehen in Stdte oder Flchtlingscamps, was den Druck auf die Wlder etwas lindert. Eine weitere Abschreckung fr Regenwaldrodung sind die Guerillas, die sich manchmal in den Regenwldern verstecken. In Lndern wie Vietnam, Kambodscha, Laos, Mosambik und Angola, gab es so viele Landmienen, dass die Menschen Gefahr liefen, in die Luft zu fliegen, wenn sie sich in den Wald begaben. Dadurch mieden Menschen die den Wald normalerweise abgeholzt htten, diesen. Wlder sind in der Regel am sichersten whrend Kriegen, wenn das Land eine geringe Bevlkerungsdichte hat und der Wald so durch wenige Menschen gefhrdet wird.

In Lndern, in denen die Bevlkerung einen hohen Druck auf die natrlichen Resourcen ausbt, knnen die Regenwlder und Flora und Fauna durch den Krieg aber auch dezimiert werden. Dort wo die Regierung daran gearbeitet hat, die Wlder zu schtzen, durch eine Parkstruktur, kann das Verschwinden dieser Struktur in dem kompletten Verlust des Parkes enden. In Ruanda zum Beispiel, wo der schreckliche ethnische Tutsi-Hutu Brgerkrieg den Tod von Hunderttausenden Brgern mit sich brachte, litten Flora und Fauna unter den Flchtlingswellen. Whrend der eigentliche Krieg den Wald nur geringfgig schdigte, zerstrten die Jagd als Lebensgrundlage und die Gewinnung von Brennholz der Flchtlingslager den Virunga Nationalpark in der Demokratischen Replublik Kongo (vorher Zaire). ber 750 000 Flchtlinge, die in unhygienischen Camps untergebracht wurden bten enormen Druck auf die Resourcen des Parks aus und ber 20,000 Morgen geschtzter Gebiete wurden gerodet. Vier von fnf Graurcken Gorillas im Park wurden gettet, whrend andere wilde Tiere mit Maschinengewehren gejagd wurden. Tutsis im Exil kamen mit Viehbestnden zurck, die das Land abgrasten und so empfindliche Gebiete weiter schdigten.

Das Chaos in den spten 1990ern in dem ehemaligen Staat Zaire (jetzt die Demokratische Republik Kongo) beeintrchtigte die Konservate und Nationalparks des Landes sehr stark. Vier Welterbesttten—der Virunga Nationalpark, Garamba N.P., Kahuzi-Biega N.P., und das Okapi Wildlife Reservat—wurden durch die Rebellen beeintrchtigt und Parkanlagen wurden von flchtenden Regierungstruppen geplndert.

Neuerliche Berichte aus der Demokratischen Republik Kongo (DRK) vermuten, dass es der Flora und Fauna besser geht als ursprnglich befrchtet. Im April 2005, wurde Corneille Ewango von der Wildlife Conservation Society der angesehene Goldman Umweltpreis verliehen, dafr dass er sein Leben riskierte, um das Okapi Faunal Reservat zu schtzen vor Einfllen rebellischer Milizen. Gleichzeitig fand eine Untersuchung im September 2050 eine grere Anzahl von Gorillas als in der DRK erwartet wurde.

Ein weiterer "Guerrillakrieg" bedeutet Probleme fr die Bewahrung des Regenwaldes

Die Prsenz von Guerillas im Regenwald bringt die Regierung manchmal dazu, Manahmen zu ergreifen, um ihre Verstecke zu zerstren, wofr teilweise Entlaubungsmittel und Rodung genutzt werden, um ihre Hochburgen freizulegen. Das ist der Fall in Burma und Sri Lanka, wo aus diesem Grund der Regenwald zerstrt wird. Manchmal werden Kmpfe auch im Regenwald ausgetragen, was zu Schden durch Schsse, Explosionen und Soldatenbewegungen fhrt, wie im bewaldeten Staat Chiapas in Mexiko.

In manchen Lndern, wie Thailand und Kolumbien, werden Forstbeamte zum Ziel fr Rebellen. Dort, wo Abholzung oft illegal im Auftrag von Holzbaronen durchgefhrt wird, gilt jeder Regierungsangestellter als Feind. In Thailand zum Beispiel, wo das Abholzen von Wldern 1988 verboten wurde, haben Holzbarone bewaffnete Gangs angeheuert um illegal Bume aus Reservaten zu fllen. Nach einer Reihe von Erschieungen, meiden unbewaffnete Forstbeamte nun die Konfrontation, indem sie sich von diesen Gebieten fernhalten. Die Situation in Thailand schildert ein Problem, das viele Parkranger und Fortbeamte weltweit kennen: wie konfrontiert man schwer bewaffnete Banden von illegalen Baumfllern und Wilderern. Ist der Schutz des Waldes dein Leben wert?

Waldrodung als Protest

Guerillas und Rebellen zielen auch auf linstallationen, Pipelines und Bergbauprojekte. Die resultierende l- und Chemikalienkatastrophe kann schwere Umweltschden nach sich ziehen, lokale Strme und Flsse verschmutzen und die Tierwelt beeintrchtigen. Die Cao Limon-Covenas lpipeline zum Beispiel, im Osten Kolumbiens, wurde in den ersten 11 Jahren ihres Bestehens 498 Mal angegriffen, whrend im Flussdelta des Niger in Nigeria regelmig die lproduktion beschdigt wird.

Militrische Auenstellen, die errichtet wurden, um eine physische Prsenz zu zeigen, tief im Regenwald, knnen auch zur Waldrodung fhren. Straen, die die Aussenstellen mit der Zivilisation verbinden, knnen eine Ansiedlung von Kolonisten auslsen, die nach Land suchen fr nachhaltige Landwirtschaft.


Fragen:

  • Was sind die Folgen von Krieg fr die Waldrodung?
  • Wie kann Krieg zu verstrkter Waldrodung fhren? Weniger Waldrodung?

[Englisch | Spanisch]


Fortsetzung: Kommerzielle Landwirtschaft


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©2007 Rhett Butler