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Der flüssige Wald

Satellitenbild des Turucui-Staudamms und der damit verbundenen Abholzung in Brasilien. (Foto mit freundlicher Genehmigung von DigitalEarth)


BEDROHUNGEN FÜR TROPISCHE FLÜSSE UND SEEN Gewässer im tropischen Regenwald sind heute stark von Wasserkraftprojekten, Erosion durch Abholzung, Überfischung und Vergiftung durch Auslaufen von Öl und Chemikalien bedroht. Die Auswirkungen der Qualitätsverschlechterung dieser Gewässer sind breit gefächert, sie fügt der globalen Wirtschaft, der Umwelt und den ansässigen Ethnien Schaden zu.

Stauseebau am Amazonas

Balbina-Staudamm außerhalb von Manaus, Brasilien
Der Balbina-Staudamm hat bei seiner Fertigstellung etwa 2400 m² Regenwald überflutet. Phillip Fearnside, ein führender Experte des Amazonasgebiets, hat ausgerechnet, dass das Balbina-Reservoir in den ersten drei Jahren seines Bestehens 23 750 000 Tonnen Kohlenstoffdioxid und 140 000 Tonnen Methan abgegeben hat, beides potente Treibhausgase, die zum globalen Klimawandel beitragen
Steigende Ansprüche an Energie bringen die Flüsse der Welt in Gefahr. Wasserkraftprojekte sind verantwortlich für die Überflutung weiter Teile des Regenwaldes. Der Rückgang des Waldholzes führt der Atmosphäre weitere Treibhausgase zu, was zum Klimawandel beiträgt. Diese Überflutung bedeutet, dass landbewohnende Arten, einschließlich Menschen, in neue Gebiete abwandern müssen, was gewöhnlich zu noch mehr Abholzung führt. Fischarten, die an eine Flussumgebung angepasst sind, müssen sich an die Bedingungen von Seen anpassen, oder sie gehen unter. Dämme stören massiv die Wanderungen von Arten, die flussauf- oder abwärts schwimmen, um zu laichen.

Erosion ist ein wohlbekanntes Ergebnis der Abholzung, mit ernsthaften Folgen für den Flussverkehr und das Leben im Fluss. Schwebstoffe lagern sich ab, bilden Sandbänke und Niederungen und beeinträchtigen den Transport auf dem Fluss. In ähnlicher Weise reduziert die Ablagerung von Schwebstoffen die Effektivität von bestehenden Wasserkraftprojekten. Erosion und der daraus folgende Rückgang der Wasserklarheit verursachen flussabwärts ein Durcheinander an der Küste abgewandten Korallenriffs. Flussbewohner leiden ebenfalls aufgrund der verringerten Wasserklarheit. Arten, die primär auf ihr Sehvermögen angewiesen sind, sind am meisten von Rückgang betroffen, während der erhöhte Anteil von Schwebstoffteilchen die Fischkiemen beeinträchtigt. Die Erosion behindert das Pflanzenwachstum und hält die Entwicklung von Fischeiern auf.

Überfischung ist ein Problem, das die Weltmeere (35-60 % sind weltweit überfischt) und Süßwasserhabitate heimsucht. Regionale Rückgänge beim Fang sind im gesamten Amazonasgebiet berichtet worden. Der Verlust bestimmter Arten ist verantwortlich für die Verteilung von Samen, was wiederum einen negativen Effekt auf die Erneuerung des Regenwaldes hat.

Vergiftung durch Auslaufen und Verschmutzung durch industrielle Prozesse Bergbau, und Abwässer reduzieren weiterhin die Vielfalt der Gewässer im Regenwald, zusätzlich dazu, dass sie die Bevölkerung beeinträchtigen. Der vielpublizierte Cyanidunfall am Essequibo, zusammen mit den weiterhin passierenden Fällen von Ölpest in Peru und Ecuador, hatte einen deutlichen Einfluss auf das Leben im Fluss.

Artikel über die Auswirkungen von Quecksilber in Wasserhabitaten (Quecksilberverschmutzung im Amazonasgebiet resultiert häufig aus Bergbauaktivitäten).


Fragen im Rückblick:

  • Wodurch sind die Flüsse im Regenwald bedroht?
  • Auf welche Weise tragen Staudämme zur globalen Klimaerwärmung bei?
  • Weshalb sind Staudämme gewöhnlich schlecht für einheimische Fischarten?

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Fortsetzung: Menschen im Regenwald







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©2007 Rhett Butler